MedienberichteDiese Seite eröffnet uns die Möglichkeit über Berichte in den Medien einen Kommentar abzugeben. Dabei liegt uns der nur oberflächlich abgehandelte Fall der Eivir (damals Topsyturvy ) noch immer schwer in den Knochen.Kontakt
Nachdem wir uns seinerzeit vorher bereits vergeblich bei der Bundesregierung um Aufklärung bemüht hatte, jedoch keinerlei Echo erfuhren, sahen wir in der Aktion der Zeitschrift Yacht eine gute Möglichkeit den Fall zu klären. Unsere erste Reaktion seinerzeit war: " Ist seit Ablegen in Heiligenhafen die DDR wieder ins Leben gerufen worden ?" Denn die Darstellung der Bundeswehr ist unwahr, wir befanden uns westlich der Bombeneinschläge mit östlichen Kurs. Ich kann mir die Kommentare der Besatzung so vorstellen. Da kommt einer, den knallen wir zwei Salven vor den Bug damit er denkt es ist der Krieg ausgebrochen. Ich will nicht unbedingt sagen, dass meine gesundheitlichen Probleme drei Jahre später im gleichen Seegebiet auf diesen Schreck zurückzuführen ist, jedoch hatte ich fürchterliche Probleme diesen Schock zu verkraften. 1938 geboren sitzt das Kindheitstrauma, auf Mutters Armen zwischen Bomben in den Bunker zu laufen, sicher noch im Gedächtnis. Umso schlimmer war der Kommentar des Leiters der "Kriegsabteilung" Warnemünde in der nächsten Yacht, Er meinte öffentlich:" Wie sollen wir Terroristen bekämpfen wenn wir nicht üben dürfen !" Also da hatten wir es von einem Deutschen Beamten amtlich bestätigt, wer ein uraltes Segelschiff restauriert und pflegt ist erst einmal als Terrorist einzustufen. Man sagt ja, durch Beobachtung hatte man die gesamte Aktion fest im Fernglas.
.Auf jeden Fall stehen unsere beiden eidesstattliches Aussagen den Angaben der Bundeswehr gegenüber. Wie brisant die Situation war lässt sich anhand der Stellungnahme entnehmen. Entweder sind die Schießbücher gefälscht worden, dann stellt der Kommandant ein hohes Sicherheitsrisiko dar, denn er ist von jeden Soldaten erpressbar, oder der gesamten Mannschaft wurde Redeverbot auferlegt, dann hat die gesamte Bundeswehr ein Problem. Auf jeden Fall hat die "Hyäne" gegen alle Sicherheitsgebote verstossen, ohne Begleitboot ist in einem reinen Übungsgebiet und Zufahrtsroute des Yachthafens Kühlungsborn ein Schießen nicht erlaubt. Vor lauter Schrecken konnte ich leider nicht die richtige Maßnahme ergreifen, nämlich einen Notruf abzusetzen: MAYDAY MAYDAY wir werden an Position xy beschossen. Glück für die Bundeswehr, dann wäre das Lügengerüst eingestürzt und die genaue Position bekannt.

Die Unwahrheit der Bundesmarine lässt sich mit meinem Logbuch beweisen. Von Heiligenhafen Yachthafen bis zu der von mir gemeldeten Position westlich der Bombeneinschläge sind es 27 sm, bis zur Version der Marine, östlich mit ausreichend Sicherheitabstand ,34 sm. Mit einer LWL von 8,50m bei 4-5 Winstärken unter Berücksichtigung der Ausfahrt Heiligenhafen unter Motor, kann sich jeder Segler ausrechnen wo ich vom Ablegen 12 Uhr 05 um 16Uhr 35 nach 4 1/2 Std. gestanden habe. Es befand sich nur ein Segler aus Kühlungsborn ausgelaufen im Gefahrenbereich, ansonsten konnte man ohne Zeugen ruhig auf uns warten, wir waren ja mit Radar schon weit vorher zu erkennen. Einen Zeugen der die Abreis 12 Uhr 05 bestätigt ist auch zu beschaffen.
Und warum hat die "Hyäne" auf zwei Anrufe von mir über Seefunk Kanal 16 nicht geantwortet ? Hat die Marine nicht die vorgeschriebene Hörbereitschaft eingehalten? Ich glaube der Kommandant der " Häyne" sollte sich erklären !
Unsere ordnungsgemäss angemeldete Rufnummer war: Topsyturvy DF 2377
So war die wahre Standortkonstellation ( bei der Brisanz sind +- 100m wohl unwichtig) als die Aktion geschah. Jetzt mag jeder für sich entscheiden, ob das genügend Sicherheisabstand war, zumal wir uns mit ca. 6 Knoten auf die Einschlagstelle zubewegten und nicht wussten ob noch mehr Geschosse abgefeuert werden. Es mag für die Besatzung ein besonderes "Gänsehautfeeling" gewesen sein vor der ausgewählten Gästeschaft von Heiligendamm diese Schau abzuziehen, aber bitte nicht auf Kosten unserer Leben.
Irgendwie ist es auch nicht nachvollziehbar wenn in den Krisengebieten Deutsche Staatsbürger mit Millionen von Steuergeldern freigekauft werden und Terroristen mit Nichtangriffstaktik geschont werden , auf der anderen Seite Deutsche Staatsbürger im eigenen Land aber beschossen werden weil man den Kampf gegen Terroristen üben muss.

So kurzlebig ist die Politik, selbst der ehemalige Verteidigungsminister ist in der Beurteilung ein Simulant, der sich wie wir den Angriff nur eingebildet hat. . Und auch hier wird wieder falsch dargestellt, der Kommandant hat auf uns gewartet, er hatte für seine Übung lange Zeit, denn wir waren das einzige Boot aus West nach Ost, und bestimmt Stunden vorher auszumachen. Warum wartet man bis wir in das Übungsgebiet hineingesegelt waren? Die Hyäne stand schon lange in seiner Position, denn es wurde von uns nicht in Fahrt ausgemacht. Auch hier unsere eidesstattliche Aussage: Es wurde ca. 800 m vor unseren Bug geschossen, mit der Tendenz der Unwissenheit ob der Spaß vorbei ist oder wir in den Schussbereich hineinsegeln. Mit der Stellungnahme- wir schiessen so genau, 800 m sind kein Problem - wäre uns ja geholfen, aber bitte nicht, dass wir östlich der Einschläge mit Ostkurs waren. Sonst sollte man meinen die Hyäne hat uns überhaupt nicht gesehen und ortete vielleicht irgendeine Yacht 10 sm vor uns, und damit könnten wir Glück gehabt haben , 10 Minuten später wäre die Übung erfolgreich gewesen. (Zwei lästige Rentner weniger auf der Gehaltsliste.) Wir reden hier nicht von Gewehreinschlägen, nein, die Feuerbrunst war ca. 200m lang und 30m hoch. Es fragen sich sicherlich viele Segler an dieser Stelle warum sie um das anerkannte Schiessgebiet Putlos/Todendorf große Umwege machen müssen wenn doch sowieso an allen Ecken wild geballert wird. Aber der Einsatz unseres Lebens hat auch seine guten Seiten. Im nächsten Jahr hörten wir eine Stunde das Begleitboot der Marine über Funk zwei Segler rufen um sie vor den Schießaktivitäten auf dem Lübeck-Gedser Weg, also unser Problemgebiet, zu warnen. Nur bei uns entschuldigt hat sich niemand. Herr Kähler, mit falschen Positionsangaben ist ihr Bedauern für uns nur eine Farce.
Aber wir möchten uns auch erfreulichen Berichten zuwenden. Da ist besonders der Artikel in der Eckernförder Zeitung zu erwähnen. Es wurde bereits von anderer Stelle darüber berichtet. Schade, dass schlechtes Wetter diese aufwendigen Vorbereitungen des Eckernförder Segelclubs nicht zu dem großen Fest hat werden lassen.
Aber so konnte Eivir (damals Topsyturvy) endlich einmal vor den Meteryachten stehen, gelehmannt steht auch schlechtes Wetter durch.
Internetbericht des Blackwater Sailing Club zum 100. Jubiläum von Eivir und dem Eigner 1903 Walter H.Gray. Im Clubarchiv gibt es Bilder aus der Vergangenheit, im Clubhaus steht ein Modell der Eivir. Dieses Halbmodell ist jetzt auf der Homepage zu bewundern. Ich bin glücklich, dass sich die Englischen Yachtfreunde des Blackwater Sailing Club an dieses langlebige Schiff, ein Meisterwerk der anspruchsvollen Britischen Bootsbaukunst, wieder erinnern können.

Die Max Oertz Regatta 2008 im Neustädter Stadtanzeiger " Der Reporter" mit dem Bild der " Eivir" .

Bericht der " Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zur Max Oertz Regatta 2007